Zecken

Wie kannst Du Deinen Hund auf natürliche Weise vor Parasiten schützen?

 In diesem Beitrag erfährst Du alles Wissenswerte über Erkrankungen durch Zecken und andere Parasiten, sowie Wirkstoffe und Behandlungsmöglichkeiten

Erkrankungen durch Zeckenstiche

Diese unliebsamen Kreaturen kennen wir alle, haben wir schon X-Mal von unseren Hunden oder Katzen abgesammelt oder sie auf dem Boden oder dem Liegeplatz von Fifi und Mieze aufgehoben - ganz eklig ist es, wenn man sie zermatscht findet, weil man versehentlich draufgetreten ist oder die Fellnase sie zerbissen hat... bäh....

Die Viecher sind nicht nur eklig, sie können eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten im Gepäck haben:


Welche Erkrankungen werden durch Zecken übertragen?

Anaplasmose, Ehrlichiose, Borreliose, Babesiose, Hepatozoonose, Zeckenparalyse und FSME. Klingt furchterregend. Zecken KÖNNEN das alles übertragen. Das heißt aber nicht, dass jede Zecke alle diese Erreger mit sich herum trägt. Damit es zu einer Infektion mit einem dieser Erreger kommt, müssen verschiedene Faktoren passen: Die Zecke muss diesen Erreger in sich tragen und der Organismus des attackierten Tieres muss bereit sein, die Erreger in wirksamer Zahl an sicher heran zu lassen.

Juckreiz

Wie hoch ist die Erregerbelastung der Zecken?

Mal ein paar Daten zur Erregerbelastung der einzelnen Zeckenarten:

Schätzungsweise sind  hierzulande zwischen 1 und 4 Prozent aller Holzböcke mit Anaplasma-Bakterien befrachtet. Bei der Borreliose sind im Bundesdurchschnitt  circa 3 Prozent der Zeckenlarven, 7 Prozent der Zeckennymphen und 15 Prozent der erwachsenen Holzböcke Träger von Borrelien. Regional können aber auch mehr als 30 – manchmal sogar 50 – Prozent der Zecken infiziert sein. Die Babesiose wird in Deutschland von der Auwaldzecke übertragen - hier sind  nach Schätzungen etwa 0,5 % dieser Art.  In wärmeren Regionen Südeuropas kann auch die Braune Hundezecke Babesien übertragen. Das FSME-Virus wird durch den Holzbock übertragen, in dessen Speicheldrüsen es sich aufhält. Die Zahl infizierter Zecken in Hochrisikogebieten wird auf etwa 1 bis 4 Prozent geschätzt.

1 Die größte "Chance" besteht bei der Borreliose. Impfungen hierzu gibt es nur gegen die  Zeckenart Borrelia burgdorferi, gegen alle anderen Arten ist die Impfung nutzlos. Außerdem ist die Impfung nicht ganz unumstritten.

Die bekanntesten Infektionskrankheiten durch Zecken

Babesiose

Der Auslöser sind Babesien.Es sind Einzeller, also Organismen, die nur aus einer Zelle bestehen. Der Überträger ist die Auwaldzecke.   Wurde ein  Hund von einer infizierten Zecke gestochen, kommt es etwa 1 bis 3 Wochen zu hohem Fieber (bis zu 42°C). Die Erreger befallen die roten Blutkörperchen des Hundes und vermehren sich dort. Durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen färbt sich der Urin oft dunkelbraun. Besonders in der akuten Phase führt die Babesiose häufig zum Tod. Nach den  ersten starken Fieberschüben folgen Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und häufig Gelbsucht. Als Folge einer akuten Babesiose kann es zudem zu Blutarmut und Nierenversagen kommen.

Außerdem können  entzündliche Veränderungen der Augen sowie Netzhaut-ablösungen auftreten. Das Zentralnerven-system kann geschädigt werden. Dadurch können Bewegungsstörungen und epilep-tische Anfälle auftreten.

Impfstoffe gibt es nur in südlichen Länder, hier sind sie schwer zu bekommen. Die Symptome sind heftig, allein schon das hohe Fieber und die Dunkelbraunfärbung des Urins sind ein Fall für den Tierarzt.

Borelliose

Die Erreger sind Borrelia-Bakterien aus der Gruppe der Spirochäten. Ihre wichtigsten Vertreter sind Borrelia burgdorferi, Borrelia afzelii und Borrelia garinii. Die Bakterien breiten sich nach dem Zeckenstich über den Blutkreislauf im gesamten Körper des Hundes aus und können Organe, Gelenke und das Nervensystem befallen.

 Eine Infektion beim Hund verläuft meist ohne konkrete Krankheitszeichen.  Ist ein Zeckenstich mit Borrelien infiziert, entzündet sich die Einstichstelle, das ist an Rötung und Schwellung erkennbar. Wenn Symptome auftreten, sind das meist Fieber, Appetit- und Teilnahmslosigkeit. In manchen Fällen kann es allerdings zu  einer „Lyme-Arthropathie“ kommen. Das ist eine mit Lahmheit einhergehende Arthritis der Gelenke. Im weiteren Verlauf der Borreliose treten schubweise wiederkehrenden Lahmheiten mit Phasen der Besserung auf, denn die Erkrankung wird oft chronisch. Im späten Stadium kommt es zu Schädigungen der Nieren und des Herzens.

Der Erreger kann im Blut nur nachgewiesen werden, wenn er aktiv ist. Es kann durchaus sein, dass sich ein Hund mit Borrelien infiziert hat, was aber völlig unerkannt bleibt. Entweder hat das Immunsystem seine Arbeit getan und den Dingern den Garaus gemacht, bevor sie sich vermehren konnten oder sie haben sich in Körpergewebe oder Organe zurück gezogen. Dort können sie monatelang unterwegs sein, ohne dass man es außen merkt.

Anaplasmose

Auslöser sind  Anaplasma-Bakterien. In Deutschland ist dies vor allem Anaplasma phagocytophilum.  A. phagocyto-philum befallen bestimmte weiße Blutkörperchen, die Granulozyten, die zum Immunsystem gehören. In ihnen vermeh-ren sich die Bakterien. Anaplamose wird durch den Zeckenstich des Gemeinen Holzbocks übertragen. Da  auch Borreliose-Erreger in den Zecken vorhanden sein können, können beide Erregertypen während eines Zeckenstiches in den Hundekörper gelangen.  Dadurch wird die Zuordnung der beobachteten Krankheitssymptome erschwert. Die Erreger können sich an den Blutgefäßwänden im ganzen Körper fest-setzen. Befallene weiße Blutkörperchen gehen an ihnen zugrunde, allerdings nicht in all  zu großer Zahl, weshalb das nicht unbedingt im Blutbild erkennbar ist. Es sind eher die roten Blutkörperchen, an denen es mangelt. Stellt man eine Anämie fest, sollte auch an Anaplasmose gedacht werden. Die Symptome wie Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit, vielleicht Fieber und Lahmheit treten nach ca. 3 Wochen auf. Es kann auch zu schweren Aktuterkrankungen kommen mit Fieber über mehrere Tage, Atemwegs- und/oder Verdauungssymptomen, Organschwellung. Bei diesen Symptomen ist es zunächst schwierig Anaplasmose nachzuweisen, weil noch keine messbare Immunreaktion vorliegt. Langfristig sind die Symptome unspezifisch und werden oft nicht in der Gesamtheit erkannt und behandelt. 

Ehrlichiose

Der Erreger  ist das Bakterium Ehrlichia canis aus der Gruppe der Rickettsien.  Ehrlichia canis befällt die weißen Blutzellen des Hundes und lassen sich in Lymphknoten, Milz, Leber und andere Organe befördern. Es dauert einige Wochen, bis sich Symptome zeigen. Die Ehrlichiose hat mehrere Phasen: Eine akute, eine symptomenlose und eine chronische. In der akuten Phase hat der Hund Fieber, hat keinen Appetit und es zeigt sich eine Blutgerinnungsstörung. Blutungen der Schleimhäute (Nase, Zahnfleisch, extreme Läufigkeiten) treten auf. Ist ein Tier ohnehin geschwächt kann diese akute Phase lebensbedrohlich werden. 

Meist tritt jedoch eine scheinbare Heilung ein und er erkrankte Hund geht in die Phase der Symptomenlosigkeit über. Die Stärke des Immunsystems entscheidet nun, ob die Krankheit nochmals ausbrechen kann oder nicht. Die chronische Phase zeigt sich durch häufigeres Nasenbluten, Zahnfleischbluten, die Läufigkeit ist sehr blutig und sie können Blut im Kot haben. Hin und wieder gibt es Fieberschübe und die erkrankten Hunde haben keinen Appetit.

Im Blutbild kann man erkennen, dass es zu wenige rote und zu viele weiße Blutkörperchen gibt.

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) befällt nicht nur  Menschen, sondern auch  Hunde. Der Erreger das  Europäische Zeckenenzephalitisvirus aus der Gruppe der Flaviviren. Das FSME-Virus kommt  vor allem in der Südhälfte Deutschlands vor. Hunde scheinen nach einer Infektion seltener als der Mensch Erkrankungssymptome auszubilden. Klinische FSME-Fälle sind bisher nur bei großen Hunderassen beschrieben worden - unbehandelt verliefen diese meist tödlich. Zunächst bekommen die Hunde Fieber, dann setzen neurologische Störungen ein ( epilep-tische Anfälle, Übererregbarkeit, Bewusst-seinstrübung, Schmerzen, Bewegungs-störungen oder Reflexbeeinträchtigungen. Eine Impfung wie für Menschen, gibt es für Hunde nicht.

Hepato-
zoonose

Mit dieser Infektionskrankheit muss man eher rechnen, wenn man sich einen Hund aus dem Süden holt. Portugal, Südspanien oder von den Kanarischen Inseln gehören zu den Verbreitungsgebieten. Ebenfalls bekannt ist, dass dieser Erreger bei Hunden  vorkommt, die aus Hafenstädten (Thessaloniki, Griechenland; Marseille, Frankreich; Malaga, Spanien) stammen. 

Die Krankheit wird durch den Einzeller  Hepatozoon canis ausgelöst. Dieser Organismus besteht nur aus einer Zelle. Die meisten Infektionen bleiben symptomlos. Zu einem Ausbruch kann es kommen, wenn das Immunsystem des Hundes geschwächt ist, oder eine gleichzeitiger Infektion Ehrlichien oder Babesien vorliegt. Hepatozoon canis wird durch Verschlucken aufgenommen und bohrt sich im Verdauungstrakt durch die Darmwand und gelangt  in den Blutkreislauf.   Von dort aus befällt er Milz, Knochenmark, Leber, Nieren und Lymphknoten. Schließlich werden auch weiße Blutkörperchen angegriffen.

Die  Symptome sind sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Organe betroffen sind: Fieber, Blutarmut, Abmagerung, Lymphknotenschwellungen, Nasen- und Augenausfluß, blutiger Druchfall, Muskelschwäche und steifer Gang. Bei massiver Infektion sterben die Tiere infolge der Organschädigungen.

Der Überträger ist die braune Hundezecke. Sie kommt in Deutschland nicht vor.

Zecken-
paralyse

Je nach Zustand des Immunsystems oder auch der Zeckenart kann es vorkommen, dass das Nervengift, das im Speichelsekret vieler Zecken enthalten ist, um den Zeckenstich zu betäuben, eine lähmende Wirkung auf den Organismus hat und zur Paralyse führt. Es sind vor allem die Schildzecke und die braune Hundezecke, die im Verdacht stehen in ihrem Speichel dieses Nervengift auszubilden.

Viele Zecken können eine paralytische Reaktion erzeugen und  die Paralyse kann überall vorkommen, aber sie wird nur selten beobachtet. Nur die  australische Zecke Ixodes holocyclus verursacht  eine so starke Lähmung, dass dies unter Umständen lebensbedrohlich werden kann.

Die Symptome beginnen meist erst einige Tage, nachdem die Zecke sich festgebissen hat. Zunächst kann man eine allgemeinen Schlaffheit beobachten, die dann in eine Lähmung der hinteren Gliedmaßen übergeht. Innerhalb der nächsten 2 bis drei Tage folgt die komplette Lähmung der Beine. Setzt eine Lähmung der Atemmuskulatur ein, die sich durch schwere Atembeschwerden zeigt, kann es binnen weniger Tage lebensbedrohlich werden.

Die Symptome bessern sich meist schnell, wenn die giftige Zecke  entfernt wird. Dennoch sollte man nicht darauf vertrauen. Bei Auftreten der Symptome sollten  frühzeitig  die richtigen Maßnahmen getroffen werden.

Infektionskrankheiten durch andere Parasiten

Leishmaniose

Die Überträger der Leishmaniose sind winzig kleine Mücken - die Sandmücken. Sie heißen nicht etwa Sandmücken, weil sie im Sand - also am Strand - vorkommen, sondern weil sie sandfarben sind. Sie sind nachtaktiv und werden durch Licht angezogen und lassen sich nur auf schlafenden Individuen nieder. Wenn sie auf einem Hunde landen, krabbeln sie bis in weniger behaarte Region und stechen erst dort zu. Das ist raffiniert. Denn würden sie ihm direkt um die Ohren sausen, würde er sie bemerken.

Leishmanien sind keine Bakterien oder Viren sondern parasitäre Einzeller. 

Die Symptome sind eine auffällige Schwäche, schlechter Allgemeinzustand, Appetitmangel und Bewegungsunlust. Allerdings lässt das nicht unbedingt auf diese bestimmte Erkrankung schließen. Erst viel später zeigen sich die typischen eingerissenen und wunden Ohrränder, Schuppenbildung auf der Ohr- und Kopfhaut was auch noch stark jucken kann. 

Je nach Herkunftsland kann es unterschiedliche Symptome geben. Die Hautausschläge können trocken sein und sich nur am Kopf befinden oder krustig und mehr an Nase und Beinen auftreten. Manchmal kann man die Symptome auch mit Milbenbefall verwechseln. Manche Hunde erkranken nur an den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes. Lymphknotenschwellungen gehören dazu  - es sind entweder einzelne Anschwellungen oder alle Lymphknoten betroffen. Die Augen sind oftmals stark betroffen wie alle Teile des Augapfels, die Augenhöhlen und die Bindehäute. Zeigt sich im Blutbild eine Anämie sollte auch an eine Leishmaniose gedacht werden.

Wird eine Leishmaniose nicht erkannt und die Symptome mit Cortison behandelt, gehen zwar die Entzündungen zurück aber das Cortison dämpft das Immunsystem und so können sich die Erreger noch besser ausbreiten. 

Die Leishmaniose selbst und die Medikamente dagegen schädigen massiv die Nieren, weshalb erkrankte Tiere meist an Nierenversagen sterben.

Die beste Vorsorge gegen Sandmücken ist ein Protectorhalsband, das schon zwei Wochen vor einer geplanten Reise in den Süden angelegt werden sollte. Haben sich Hunde mit dem Erreger infiziert, sollten auch diese in Risikogebieten (hier Süddeutschland) im Sommer ein solches Halsband tragen, um den Erreger nicht an weitere Sandmücken weiterzugeben.

Leishmaniose kann jahrelang unbemerkt bleiben. Ein infiziertes Tier kann sein Leben lang ohne irgendwelche Krankheitssymptome sein. Es kann aber auch plötzlich zum Ausbruch kommen. Wird der Hund gesund ernährt und das Immunsystem unterstützt, sind die Prognosen sehr gut. Ist die Krankheit allerdings einmal ausgebrochen, ist es eine schwere und u.U. lebensbedrohliche Erkrankung. 

Bei einer Leishmanioseerkrankung ist es extrem wichtig, das Immunsystem nicht noch weiter zu strapazieren, etwa durch Impfungen, Wurmkuren oder unterdrückende Medikamente wie Cortison oder Antibiotika. Auch Stress sollte unbedingt vermieden werden.

Die homöopathische Behandlung unterstützt das Immunsystem und trägt dazu bei, dass siech die Erreger nicht so stark ausbreiten.

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii und befällt nur Katzen.  Sie dienen dem Parasiten als Endwirt . Viele verschiedene Nutztiere hingegen (Schweine,  Wildtiere, diverse Vögel und auch der Mensch) sind  Zwischenwirte.

Katzen können sich auf verschiedenen Wegen infizieren: Der Parasit durchläuft unterschiedliche Entwicklungsstadien innerhalb der Zwischen- und Endwirte und wird mit dem Kot ausgeschieden. Außerhalb eines Wirts entwickelt er sich nach einigen Tagen zu einem infektiösen Erreger.

Über den Kontakt mit dem infizierten Kot können sich weitere Katzen oder andere Tiere sowie der Mensch mit Toxoplasmose anstecken. Außerdem ist eine Übertragung durch den Verzehr von rohem infizierten Schweinefleisch oder infizierten Vögeln möglich.

Katzenwelpen können sich bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt über die Mutterkatze mit Toxoplasmose infizieren. Toxoplasmose kann bei Katzenwelpen, aber auch bei Katzen, deren Immunsystem geschwächt ist, schwer verlaufen bzw. bei solchen, die bereits bei der Geburt durch die Mutter infiziert sind, verläuft eine Toxoplasmose in einigen Fällen  tödlich.

Vielfach verläuft eine Infektion mit Toxoplasmose bei der Katze symptomenlos. Es kommt selten zu Beschwerden wie Durchfall  oder kurzfristig geschwollene Lymphknoten oder Fieber. Bei jungen Katzen oder bei geschwächtem Immunsystem, treten häufig Symptome wie Atemnot, Fieber, Husten, Durchfall, allgemeine Schwäche, Entzündungen des Auges, Leber- oder Herzmuskel-Entzündungen sowie Gelbsucht  auf. 

Bei älteren geschwächten Katzen verläuft die Toxoplasmose  manchmal chronisch. Dann leiden die Tiere vor allem unter Magen-Darm- Störungen sowie Störungen des Zentralen Nervensystems (ZNS).

Zur Behandlung der akuten Toxoplasmose bei der Katze wird ein Antibiotikum (Clindamycin) eingesetzt. Sollten sich Zysten im Gewebe gebildet haben, so kann man diese nicht beseitigen, sondern lediglich die Vermehrung der „freien“ Formen der Toxoplasmen verhindern. Die Prognose ist abhängig vom Verlauf, solange der Parasit im Darm bleibt ist sie gut.

Was Du tun kannst

Das Thema Zecken hatte ich schon in meinem Blog "Wastun gegen Zecken" kurz angeschnitten, was Du prophylaktisch unternehmen kannst und was die Folge von SpotOn und Co sind, kannst Du HIER nachlesen.


Das Problem ist, die Symptome der entsprechenden  Infektionserkrankung zuzuordnen. Ein Nachweis der Erreger ist oft schwierig. Wenn Borrellien beispielsweise abgetaucht sind und sich irgendwo in der Peripherie aufhalten, kann man sie nicht nachweisen und auch nicht bekämpfen. Sie müssen aktiv sein, damit man sie im Blut nachweisen und dann auch mit einem Antibiotikum behandeln kann. Bei den Anaplasmen ist es ähnlich.

Das Beste, was Du für Dein Tier tun kannst ist, mit deinem Tier einen klassischen Tierhomöopathen aufzusuchen ..... z.B. mich .....  

Ich betrachte die Gesamtheit der Symptome, berücksichtige, wie sich Dein Tier fühlt, in welcher Situation es ihm besser oder schlechter geht und viele Faktoren mehr. Danach wähle ich ein Mittel aus, das das Immunsystem deines Tieres unterstützt mit den Erregern selbst fertig zu werden.

Fazit

Du wirst nicht drum herum kommen, Deinen Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abzusuchen. Du wirst auch nicht drum herum kommen, in bestimmten Risikogebieten ein Zeckenschutzmittel anzuwenden. 

Versuche aber immer diese Anwendung so kurz und so gering wie möglich zu halten und nach möglichen Alterntiven zu suchen.

Die Anwendung von diesen Zeckenmittel ist eine Nutzen/Risikoabwägung. Fahre ich mit meinem Hund in eine Urlaubsregion, die übermäßig mit Zecken durchseucht ist, die im Verdacht stehen Infektionskrankheiten zu übertragen, so ist die kurzfristige Anwendung das wohl kleinere Übel im Vergleich zu beispielsweise einer Babesiose. Es sollte immer mit dem Tierarzt ein adäquater Schutz passend zum jeweiligen Tier erarbeiten werden.

Einem Repellent, also Vertreiber würde ich persönlich den Vorzug geben vor einem Abtöter (Fraß- und Kontaktgift). Vor allem gilt "Nichts ständig" verabreichen. Stellt Ihr an Eurem Tier irgendwelche Unpässlichkeiten fest, dann wiederholt dieses Mittel nicht. Schwerere Nebenwirkungen bitte dem Tierarzt mitteilen, denn nur so kann dokumentiert werden, wie gut oder schlecht verträglich diese Mittel sind. Kommt keine Rückmeldung, wird davon ausgegangen, dass alles in bester Butter ist.

Bitte solche Mittel nie ohne den Rat eines Tierarztes anwenden und auch nur nach einer vorherigen gründlichen Untersuchung des Tieres. Einfach mal so aus der Apotheke solch ein Mittel holen und es einfach auf dem Hund verteilen, ist der falsche Weg. Bevor ihr zu der Totschlagvariante greift, besser erst Alternativen ausprobieren. Für einen gesunden Hund oder gesunde Katze reichen in unseren Breiten oftmals natürliche Mittel.


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Erkrankungen durch Zeckenstiche
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